Apr 12

Bugfixes und Optimierungen

Montag und Freitag dieser Woche waren wir noch einmal bei Woelcke in Heimsheim. Auf der To-Do-Liste standen diesmal ein paar Defekte, die es zu beheben galt, sowie ein paar Dinge, die wir noch optimieren wollten.

Wie schon im Blog beschrieben war einer unser Biolit-97-Filter defekt und wurde bei dieser Gelegenheit getauscht. Unsere Dusche bekam eine Abwasserpumpe spendiert, da das Duschwassser – vermutlich auf Grund zu geringen Gefälles – nur sehr schlecht abgelaufen ist. Und bei unserer Alde-Heizung wurde ein zusätzlicher Temperaturfühler im Innenraum auf Bodenhöhe verbaut, damit die gefühlte Temperatur realistischer gemessen wird. Beim Möbelbau gab es auch noch ein paar Kleinigkeiten zu beheben, was der zuständige Schreiner schnell und gründlich erledigte. Eine Fiamma-Dachluke wurde geschmiert, der Siphon des Spülbeckens getauscht und fixiert und der Wandbezug im Alkoven nachbehandelt, da sich dort bei feuchter Luft kleine Blasen gebildet hatten.

Zu gute Dichtung

Zufällig war an dem Freitag auch Achim von KCT bei Woelcke und so konnte er sich gleich eines unserer Fenster ansehen. Dort hatten wir vor ein paar Tagen kleine Rostflecken an den Schliessrillen (?) für die Verriegelung entdeckt. Bei genauerer Begutachtung stellte sich heraus, dass die kürzlich optimierte Fensterdichtung von KCT wohl zu gut funktioniert 😉 , d.h. bauartbedingt läuft bei Regen oben etwas Wasser hinter die Dichtung, das sich jetzt an der unteren Fensterkante staut und so den Bolzenabrieb etwas zum rosten bringt. Abhilfe schaffte hier ein gewöhnlicher Haushaltslocher: Zwei Löcher an den Dichtungsenden sollen jetzt dafür sorgen, dass das Wasser wieder abfliessen kann. Ob es zuverlässig funktioniert und dann in Serie gehen kann, werden wir beobachten. Bis zur Abenteuer-Allrad Ende Mai sind wir jetzt offizielles Testfahrzeug der optimierten Gummidichtung 🙂

Besser schlafen

Wie Larissa ja schon geschrieben hatte haben wir diese Woche auch unsere Matratzen getauscht. Ursprünglich hatten wir zwei Medicamp-Matrazen mit 10cm Höhe im Einsatz, die wir jedoch nach ca. vier Wochen als „durchgelegen“ empfanden. Eine Rückfrage von Herrn Mössner (Woelcke) beim Hersteller brachte nur zu Tage, dass wir die ersten Kunden seien, die reklamierten 😉 Man wollte uns aber neue Matratzen im Austausch geben. Das hielt uns trotzdem nicht davon ab, unsere Medicamp-Matratzen bei Woelcke zu lassen, der sie jetzt zum Hersteller zurück schickt. Da die Teile durchaus nicht billig waren, hoffen wir, dass wir zumindest einen Teil des Geldes zurück bekommen – oder in weitere Ausrüstung für unser Mobil investieren können. Mal sehen.

Optimierungen

In Italien hatten uns ja mehrfach herunterhängende Äste unsere Seitenscheinwerfer gedreht. Um diese vor Beschädigungen zu schützen, wollte ich zunächst eine Dachreling montieren lassen. Im Gespräch mit Herrn Woelcke konnte er mich allerdings davon überzeugen, dass diese die restlichen Aufbauten nicht wirklich ebenfalls schützt. Statt einer Reling empfahl er mir einfache Bügel aus gebogenem Alu, die an den C-Schienen auf dem Dach geschraubt die Scheinwerfer schützen, was dann auch so umgesetzt wurde. Zudem bekam unsere WLAN-Antenne einen gebogenen Winkel vor ihre Spitze geklebt, so dass sie sich im gelegten Zustand nicht mehr an Ästen auffädeln kann.

Kanisterabdeckungen

Ein weiteres Sorgenkind waren die Abdeckungen der Reservekanister. Diese waren bislang so konstruiert, dass die Abdeckungen mit zwei Schrauben an dem unteren Rahmen der Kanisterhalter fixiert wurden. Diese Lösung hatte in der Praxis zwei Probleme: Zum einen lag das komplette Gewicht der Abdeckung auf den Gewinden der beiden Schrauben, so dass diese schon nach der ersten Entfernung gelitten hatten. Zudem war das Öffnen der Abdeckungen ein sehr umständlicher und zeitraubender Vorgang, der einfach nicht praxistauglich war. Um dies zu verbessern, hat das Team von Woelcke einen Klappmechanismus ausgetüftelt, bei dem die Abdeckungen jetzt mit drei Scharnieren am unteren Halterrahmen befestigt sind. Oben schließen sie mit zwei Griffen inkl. Schließzylinder gegen den Rahmen. Der Umbau war allerdings relativ zeitaufwändig, so dass am Ende für dieses Projekt rund 10 Mechanikerstunden plus Material auf dem Stundenzettel standen. Als Herr Mössner dann meinte „1.000 Euro inklusive Material“, musste ich schon kurz schlucken. Dann fügte er allerdings hinzu „hat uns das Ganze gekostet“ 😉 Auch wenn die ursprüngliche Lösung nicht wirklich praxistauglich war, ging der Umbau sicher über eine reine „Fehlerbehebung“ hinaus. Für die Kulanz an dieser Stelle vom mir ein herzliches Dankeschön an Herrn Woelcke und sein Team.

Folierung

Zu guter letzt war am Freitag auch noch Herr Fitzer von Fitzer Folientechnik aus Ötisheim bei Woelcke. Wir hatten uns am Montag schon kennengelernt, da er ebenfalls eine Kabine bei Woelcke bauen lässt. Für unseren Vario hatten wir uns zwei Folierungsprojekte ausgedacht: Zum einen sollten die Seitenscheiben im Fahrerhaus eine einbruchshemmende Folie erhalten, zum anderen wollten wir den unteren Türbereich mit schwarzer Steinschlagschutzfolie bekleben. Eigentlich hatte ich mir durch Recherche im Forum die Folien von Foliatec ausgeguckt, aber Herr Fitzer hatte vergleichbare Produkte von 3M im Programm, die er bereits in vielen Projekten erfolgreich verbaut hat. Das war für uns auch OK und der Vario bekam abschließend seine Folien verpasst. Einziger Nachteil bis jetzt: Wir dürfen die Seitenfenster ca. eine Woche lang nicht herunterkurbeln, und das bei dem jetzt doch wirklich echten Frühlingsanfang 😉 Wir werden es überleben :). Um zu sehen, was es optisch gebracht hat, hier noch ein Vorher-Nachher-Foto:

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Bis auf die Türensicherung Quick-Safe von Oelmühle war es das erst einmal mit den geplanten Aufrüstungen. Mal sehen, was uns noch einfällt. Aber jetzt investieren wir lieber in unsere Reise selbst – und natürlich lecker Essen für Larissa und Wiegald 😉